FAQ

Viele Fragen zum Markisenbau ähneln sich – von Kosten über Größen bis zur Montage. Die Antworten hier geben Sicherheit vor dem Kauf.

Markisen sind eine langfristige Investition – viele Modelle, viele Preisunterschiede. Wer sich vorab informiert, trifft die bessere Entscheidung. Diese Fragen und Antworten helfen, ein eigenes Bild zu bekommen.

Was kostet eine Markise für ein Einfamilienhaus oder Gewerbeobjekt?

Eine hochwertige Gelenkarmmarkise mit 5 m Breite und 3 m Ausladung kostet 3.800 € netto. Davon entfallen 2.200 € auf das Markisentuch und die Gelenkarme, 900 € auf das Gestell und die Kassette, 400 € auf den Motorantrieb und Steuerung sowie 300 € auf Befestigungsmaterial. Für größere Gewerbeflächen (z. B. Gastronomie mit 10 m Breite) liegen die Kosten bei 7.500 € netto. Hinzu kommen 600 € jährlich für Wartung und Reinigung bei gewerblicher Nutzung.

Lohnt sich eine elektrische Markise mit Motor wirklich?

Eine elektrische Markise spart Zeit und erhöht die Lebensdauer des Stoffes. Per Funksteuerung fährt sie in 15 Sekunden vollständig aus. Ein Motor kostet 400 € zusätzlich, verbraucht im Betrieb 0,15 kWh pro Stunde und hält mindestens 15 Jahre. Bei täglicher Nutzung sinkt die manuelle Belastung der Gelenkarme um 30 %. Das verlängert die Lebensdauer der Markise von 12 auf 18 Jahre. Im Vergleich zu Handkurbelantrieben sinken Reparaturkosten um 250 € pro 10 Jahre.

Welche Förderung gibt es aktuell für Markisen?

Für private Haushalte gibt es steuerliche Vorteile über § 35a EStG (Handwerkerleistungen). 20 % der Lohnkosten für Montage sind absetzbar, maximal 1.200 € pro Jahr. Bei einer Montage von 1.000 € reduziert sich die Steuerlast um 200 €. Gewerbebetriebe können Markisen als Betriebsausgabe ansetzen. Für außenliegende Verschattung im Neubau gibt es in einigen Bundesländern zusätzliche Zuschüsse von bis zu 2.000 €, wenn die Maßnahme zur Energieeinsparung beiträgt.

Wie viel kostet die Montage einer Markise?

Die Montage einer Gelenkarmmarkise an einer stabilen Hauswand kostet 1.000 € netto. Davon entfallen 600 € auf Arbeitszeit (2 Monteure, 8 Stunden), 250 € auf Hebetechnik und Gerüst sowie 150 € auf Kleinmaterial wie Schrauben, Dübel und Halterungen. Bei Montage an Wärmedämmverbundsystemen steigen die Kosten auf 1.400 €, da Spezialdübel und zusätzliche Statikprüfungen notwendig sind. Bei gewerblichen Großanlagen mit 10 m Breite kostet die Montage 2.800 € netto.

Wie wird eine Markise richtig gewartet?

Einmal jährlich sollte das Gestell gefettet und alle Schrauben nachgezogen werden. Für die Reinigung des Tuchs wird klares Wasser mit einer weichen Bürste empfohlen. Kosten für eine professionelle Wartung liegen bei 180 € pro Jahr. Gewerbliche Markisen benötigen zusätzlich eine UV-Beschichtung alle 5 Jahre, Kostenpunkt 450 €. Eine nicht gewartete Markise verliert bis zu 20 % Lebensdauer, was Reparaturkosten von über 1.000 € verursachen kann.

Ist mein Balkon oder meine Terrasse überhaupt für eine Markise geeignet?

Eine Fläche ist geeignet, wenn die Befestigungspunkte tragfähig sind. Beton- und Ziegelwände tragen problemlos 150 kg. Leichte Holzständerwände erfordern Zusatzverstärkungen mit Stahlplatten. Für eine 5 m breite Markise sind mindestens 4 stabile Befestigungspunkte notwendig. Balkone mit Geländerbefestigung sind nur für Kassettenmarkisen bis 3,5 m Breite zugelassen. Vor Montage ist eine statische Prüfung sinnvoll, Kosten 200 €.

Wie groß sollte eine Markise für Terrasse oder Gewerbeüberdachung sein?

Für eine Terrasse von 4 x 3 m reicht eine Markise mit 4,5 m Breite und 3 m Ausladung. Das deckt die gesamte Fläche vollständig ab. Bei Gastronomie-Außenbereichen von 10 x 6 m sind zwei gekoppelte Markisen mit je 5 m Breite und 6 m Ausladung sinnvoll. Pro Quadratmeter Markisenfläche entstehen Anschaffungskosten von rund 250 €. Zu kleine Markisen führen zu unzureichendem Sonnenschutz, zu große belasten die Fassade unnötig.

Wie viel Wind hält eine Markise aus?

Markisen sind nach DIN EN 13561 in Windwiderstandsklassen eingeteilt. Gelenkarmmarkisen der Klasse 2 halten Windgeschwindigkeiten bis 38 km/h (Windstärke 5) aus. Kassettenmarkisen der Klasse 3 sind bis 49 km/h (Windstärke 6) zugelassen. Bei stärkeren Böen muss die Markise eingefahren werden. Für Küstenregionen empfiehlt sich die Montage von Wind- und Sonnensensoren, Kostenpunkt 350 €, die die Markise automatisch einfahren.

Was sollte ich beim Kauf und Betrieb einer Markise auf keinen Fall tun?

Drei typische Fehler sind: (1) Eine zu kleine Ausladung wählen. Ist die Terrasse 3 m tief und die Markise nur 2,5 m, bleibt ein Teil ungeschützt. (2) Billige Stoffe ohne UV-Schutz nutzen. Diese bleichen nach 2 Jahren aus, während hochwertige Acrylstoffe mindestens 10 Jahre farbecht bleiben. (3) Die Markise bei Regen ausgefahren lassen. Schon 30 Liter Wasser belasten das Tuch mit über 40 kg Gewicht und können die Gelenkarme verbiegen.