Kosten

Beim Markisenbau hängen die Kosten von Größe, Tuchqualität, Gestellmaterial und Antriebstechnik ab. Hier sehen Sie, mit welchen Kosten für private und gewerbliche Markisen gerechnet werden muss.

Drei Beispiele was eine Markise kostet

  • Terrassenmarkise im Einfamilienhaus: Breite 4 m | Ausladung 3 m | Handkurbel | Investition 1.600 € | Montage 500 € | Zubehör (Volant, Befestigung) 200 € | Gesamtkosten 2.300 € | Wartung 60 €/Jahr
  • Kassettenmarkise für Doppelhaushälfte: Breite 5,5 m | Ausladung 3,5 m | Elektromotor mit Funksteuerung | Investition 3.400 € | Montage 700 € | Zubehör (Wind- und Sonnensensor) 400 € | Gesamtkosten 4.500 € | Wartung 120 €/Jahr
  • Gewerbliche Gastronomie-Markise: Breite 8 m | Ausladung 4 m | gekoppelte Anlage mit Motor | Investition 7.800 € | Montage 1.200 € | Zubehör (Beleuchtung, Heizstrahler, Steuerung) 2.000 € | Gesamtkosten 11.000 € | Wartung 250 €/Jahr

Vor der Anschaffung einer Markise ist es wichtig zu wissen, welche Kosten im Detail entstehen. Die folgende Übersicht zeigt typische Posten von der Investition bis zur Montage und Wartung.

Kosten einer Terrassenmarkise am Einfamilienhaus

Eine offene Gelenkarmmarkise mit 4 m Breite und 3 m Ausladung kostet in der Anschaffung 1.600 €. Für die Montage, inklusive Wandbefestigung mit Schwerlastankern, fallen 500 € an. Zubehör wie ein absenkbarer Volant und Befestigungsmaterial summieren sich auf 200 €. Damit ergeben sich Gesamtkosten von 2.300 €. Diese Ausführung eignet sich besonders für private Terrassen und Balkone mit mittlerem Sonnenschutzbedarf.

Die jährlichen Wartungskosten liegen bei 60 €. Dazu gehören die Kontrolle der Gelenkarme, Nachspannen der Federn und Reinigung des Markisentuchs. Bei fehlender Wartung kann das Tuch durch Witterungseinflüsse schneller ausbleichen oder das Gestell Schaden nehmen. Ein Austausch des Tuchs kostet je nach Qualität zwischen 400 € und 600 € und fällt im Schnitt alle 12–15 Jahre an.

Die Betriebskosten sind minimal, da die Anlage per Handkurbel betrieben wird. Wird eine Nachrüstung mit Elektromotor gewünscht, entstehen zusätzliche Kosten von etwa 600 €. Diese Komfortlösung verlängert auch die Lebensdauer der Gelenkarme, da die Bedienung gleichmäßiger erfolgt. Für Einfamilienhäuser mit regelmäßig genutzten Terrassen bietet die manuelle Markise die günstigste Einstiegslösung.

Kosten einer Kassettenmarkise an der Doppelhaushälfte

Eine Kassettenmarkise mit 5,5 m Breite und 3,5 m Ausladung kostet in der Anschaffung 3.400 €. Für die Montage mit Verstärkungsprofilen und passendem Wandanschluss fallen 700 € an. Zubehör wie Wind- und Sonnensensor sowie Funkfernbedienung summieren sich auf 400 €. Damit ergeben sich Gesamtkosten von 4.500 €. Durch die geschlossene Kassette ist das Tuch im eingefahrenen Zustand optimal vor Witterung geschützt.

Die jährlichen Wartungskosten liegen bei 120 €. Dazu gehören die Überprüfung des Elektromotors, Kontrolle der Sensorik sowie Reinigung der Kassette. Elektronische Komponenten wie Funkmodule müssen nach etwa 8–10 Jahren erneuert werden, was Kosten von 200–300 € verursacht. Ohne Wartung steigt die Wahrscheinlichkeit von Störungen im Antrieb, die Reparaturen im Bereich von 400–600 € erfordern.

Die Betriebskosten entstehen durch den Motor, sind aber mit etwa 10–15 € Stromkosten pro Jahr vernachlässigbar. Deutlich relevanter ist die Lebensdauer des Markisentuchs. Hochwertige Acrylstoffe halten 15 Jahre, günstige Polyesterstoffe verlieren bereits nach 7–8 Jahren ihre Farbechtheit. Für Haushalte mit großen Terrassen ist die Kassettenmarkise eine langlebige Lösung, die zugleich optisch hochwertig wirkt.

Kosten einer Gastronomie-Markise im gewerblichen Bereich

Eine gekoppelte Gelenkarmmarkise mit 8 m Breite und 4 m Ausladung kostet in der Anschaffung 7.800 €. Für die Montage mit speziellen Trägerkonstruktionen und statischer Abnahme fallen 1.200 € an. Zubehör wie integrierte LED-Beleuchtung, Heizstrahler und zentrale Steuerung summieren sich auf 2.000 €. Damit ergeben sich Gesamtkosten von 11.000 €. Diese Systeme sind für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich von Restaurants und Cafés konzipiert.

Die jährlichen Wartungskosten liegen bei 250 €. Dazu gehören die Überprüfung der Antriebe, Funktionskontrolle der Heiz- und Lichttechnik sowie die Reinigung der großflächigen Tücher. Bei hoher Belastung durch Windlasten kann ein Austausch von Gelenkarmen nach 8–10 Jahren erforderlich sein, was Kosten von 1.500–2.000 € verursacht. Ohne Wartung steigt das Risiko von Tuchrissen und Motorausfällen erheblich.

Die Betriebskosten setzen sich aus Stromverbrauch und Ersatzteilen zusammen. Für Beleuchtung und Heizstrahler entstehen je nach Nutzung zwischen 300 und 500 € pro Jahr. Hinzu kommen laufende Ausgaben für Reinigungsmittel und Kleinmaterial. Für die Gastronomie rechnet sich die Investition durch erhöhte Platzkapazität im Außenbereich, da überdachte Sitzplätze auch bei wechselhaftem Wetter nutzbar bleiben und zusätzliche Umsätze ermöglichen.