Ablauf
Eine Markise bietet nur dann langfristigen Nutzen, wenn alle Schritte durchdacht sind – von der Planung bis zur finalen Montage. Verpassen Sie keinen dieser drei entscheidenden Schritte.
Drei Schritte – und Ihre Markise ist einsatzbereit
- Beratung & Planung: Maße, Standort und Nutzung werden erfasst und daraus ein technisches Konzept erstellt.
- Vorbereitung & Statik: Untergrund und Befestigungspunkte werden geprüft, Material bestellt und alle Vorgaben kontrolliert.
- Montage & Abnahme: Die Markise wird präzise installiert, ausgerichtet und nach einer Funktionsprüfung übergeben.
Wer eine Markise baut, entscheidet für mindestens 15 bis 25 Jahre. Gut, wenn jeder Schritt präzise geplant und umgesetzt wird.
Beratung & Planung: Grundlage für eine langlebige Markise
Vor jedem Bau steht die Bedarfsermittlung. Dabei werden Breite, Ausladung und gewünschte Bedienung (Handkurbel oder Motorantrieb) festgelegt. Eine typische Terrassenmarkise hat 5 m Breite und 3 m Ausladung, womit 15 m² Schattenfläche entsteht. Für motorisierte Systeme wird außerdem die Stromversorgung eingeplant und die Lage von Schaltern oder Funksteuerungen bestimmt.
Die Auswahl des Markisentuchs erfolgt nach Kriterien wie UV-Beständigkeit, Wasserdruckbeständigkeit (mindestens 300 mm Wassersäule) und Schmutzresistenz. Acrylgewebe hält im Schnitt 15 Jahre, während Polyestergewebe etwa 10 Jahre haltbar ist. Für eine durchgängige Optik werden Kassette und Gestell farblich auf die Fassade abgestimmt.
Ein weiterer Planungspunkt ist die Windklasse. Markisen nach EN 13561 sind in Windklasse 2 für Windgeschwindigkeiten bis 38 km/h ausgelegt. Wer in windstarken Regionen baut, sollte Modelle mit Windklasse 3 wählen, die bis 49 km/h geprüft sind. Diese technischen Vorgaben werden in der Beratung berücksichtigt, um spätere Schäden zu vermeiden.
Vorbereitung & Statik: Sicherheit und Tragfähigkeit im Fokus
Vor der Montage werden die Befestigungspunkte an der Fassade geprüft. Tragfähige Wände aus Beton oder Vollziegel eignen sich, während bei Wärmedämmverbundsystemen Spezialdübel und Distanzhülsen notwendig sind. Eine typische Markise von 5 x 3 m bringt mit Gestell und Tuch ein Gewicht von 60 bis 80 kg auf die Halterungen, weshalb die Verankerung statisch abgesichert sein muss.
Die Auswahl der Dübel richtet sich nach Untergrund und Last. Bei Beton kommen Injektionsanker mit 12 mm Durchmesser zum Einsatz, bei Lochziegeln werden chemische Dübel verwendet. Pro Konsolenhalter werden mindestens zwei Befestigungspunkte gesetzt, bei großen Markisen sind es bis zu vier. Dadurch verteilt sich die Last gleichmäßig und die Konstruktion bleibt auch bei Wind stabil.
Parallel dazu wird die Elektroinstallation vorbereitet. Für Motoren mit Funksteuerung sind 230-Volt-Leitungen notwendig, die separat abgesichert werden. Bei Regen- oder Windsensoren werden zusätzliche Steuerleitungen integriert. Diese Vorarbeiten stellen sicher, dass bei der späteren Montage keine Nacharbeiten am Putz oder an der Elektroinstallation nötig sind.
Montage & Abnahme: Präzision bei Befestigung und Einstellung
Die Montage beginnt mit dem Setzen der Konsolen. Diese werden mit Drehmomentschlüsseln exakt angezogen, damit die Last gleichmäßig verteilt wird. Danach wird das Markisengehäuse eingehängt und fixiert. Bei einer Breite von 5 m arbeiten in der Regel zwei Monteure gleichzeitig, um das 70 kg schwere Element sicher zu positionieren.
Anschließend erfolgt die Feineinstellung. Die Neigung wird so justiert, dass Regenwasser zuverlässig ablaufen kann – ein Gefälle von mindestens 14 Grad wird empfohlen. Auch die Ausfallarme werden eingestellt, um eine gleichmäßige Tuchspannung sicherzustellen. Bei motorisierten Anlagen erfolgt die Programmierung der Endlagen für Ein- und Ausfahren.
Zum Abschluss wird die Funktionsprüfung durchgeführt: Markise ein- und ausfahren, Sensoren testen und Befestigungen nachziehen. Danach erfolgt die Abnahme mit Protokoll, in dem Befestigung, Tuchspannung und elektrische Installation dokumentiert werden. Erst nach dieser Abnahme gilt die Markise als fachgerecht montiert und ist sofort einsatzbereit.

